
Kann die Automobilbranche es sich noch leisten, bei KI wegzuschauen?
30 oktober 2025, PaulGestern und heute bin ich auf Einladung von Johan Verbois und Silvio Grandelis bei den Remarketing Fleet Europe Days in Luxemburg anwesend. Wir waren für den Innovation Award nominiert – leider dieses Mal ohne Gewinn. Aber ehrlich gesagt: Die Einblicke, Gespräche und Begegnungen machen es mehr als lohnenswert, um 5:00 Uhr morgens aufzustehen.
Während der vielen Präsentationen stolpert man fast über das Wort KI und die endlose Anzahl an Anwendungen, insbesondere innerhalb der Automobilbranche. Es ist klar: KI ist längst nicht mehr „nice to have“, sondern ein Fundament dafür, wie sich unsere Branche entwickelt.
Während des Mittagessens sprach ich mit unserem eigenen niederländischen Automotive-KI-Guru, Maarten Bekkers, über die neuesten Entwicklungen im Bereich KI und in seinem Unternehmen Novaco. Okay, Maarten und ich sind Freunde, das macht das Gespräch vielleicht etwas einfacher – aber die Botschaft bleibt dieselbe: KI entwickelt sich schneller als je zuvor, und wer jetzt noch wegschaut, wird den Anschluss endgültig verpassen.

Auch bei der Ligier Store und der Experience Store Doesburg setzen wir stark auf KI: Wir integrieren die KI von Novaco AI in Walcu für WhatsApp und nutzen deren KI auch auf der Website selbst. Darüber hinaus analysiert Calldrip KI alle Gespräche innerhalb von Walcu, coacht unsere Mitarbeiter und fasst alles automatisch zusammen. Mit Calldrip Broadcasting sprechen wir außerdem alle „alten“ Leads erneut per SMS an – ein sauberes Medium ohne Plattformregeln, aber mit einer besonders hohen Aufmerksamkeit und leider noch einer niedrigen Antwortquote.
Und das Beste ist: Walcu legt darauf noch eine eigene KI-Schicht. Alle Daten – von Calldrip, von Novaco und aus unseren eigenen Prozessen – kommen in einer Umgebung zusammen, wodurch wir in Echtzeit Einblick in Performance, Verhalten und Nachverfolgung erhalten.
KI kommt also nicht erst in die Automobilbranche. Sie ist bereits da. Die einzige Frage ist: Wer nutzt sie, um vorne zu bleiben, und wer bleibt später mit Verzögerung zurück?
Gerade durch die aktive Teilnahme als Händler an Pilotprojekten und neuen Möglichkeiten, wie denen von Maarten Bekkers, ohne nur auf den kurzfristigen ROI zu schauen, erkennt man, wo der echte Vorsprung entsteht. Auch als relativ kleiner Händler kann man dadurch schneller agieren und dem Markt voraus bleiben.

Wir bewegen uns in Richtung Web 4.0: das konversationelle Web, in dem KI nicht länger ein Werkzeug ist, sondern die Schnittstelle, über die Kunden mit Unternehmen kommunizieren. Novaco ist hier klar führend. Das Schöne ist, dass es nicht nur mit Walcu funktioniert – auch Anbieter wie LEF von UnameIT sind von Anfang an im Namen ihrer Kunden dabei.
Was bedeutet das konkret für Händler und Remarketing-Unternehmen? Die Art und Weise, wie Leads eingehen und nachverfolgt werden, wird sich grundlegend verändern. Innerhalb eines Jahres spricht der Kunde nicht mehr mit einem Formular oder zu einem Chatbot, sondern einfach mit Ihrem Unternehmen, als wäre es ein Mitarbeiter — 24/7, in Echtzeit, persönlich und immer mit Kontext. Die ersten Händler, die dies ernsthaft annehmen, werden nicht mehr Leads generieren, sondern mehr Conversion aus denselben Leads erzielen. Wie? Durch schnelleren und vor allem häufigeren Kontakt (die Daten von Calldrip belegen dies bereits), mit weniger Reibung – wie Brian Benstock bereits sagte: Der Kunde will reibungslos kaufen – ohne Warteschlangen und ohne verpasste Chancen.

Die Nachzügler werden es immer schwerer haben, überhaupt noch Kontakt zum Kunden zu bekommen, und genau dort wird die Entscheidung für oder gegen Wachstum getroffen.



